Da sitze ich nun, stöber in meinem Blog und denke, eigendlich solltest du mal wieder etwas schreiben. Also rufe ich die Seite auf, um einen neuen Artikel zu schreiben und scheiter schon an der Überschrift.
Ich überlege welche ich nehmen könnte, im Hintergrund höre ich die Rasselbande kreischen und toben. Mein Kopf schmerzt und ich überlege weiter.
Bruchstücke von Gedanken schwirren in meinem Kopf herum, die ich verwenden könnte denn Material für den Artikel hätte ich genug. Ich könnte von den Kids schreiben, die mich zur Zeit echt schaffen. Jeder für sich, bringt mich an den Rand meiner Kräfte.
Die große mit ihrer Pupertät, wo ich immer öfter das Gefühl habe, zwischen ihr und mir liegen Welten. Ihre Stimmungsschwankungen sind wie eine Achterbahn und ihr Verhalten grenzt mehr als einmal an Respektlosigkeit und Unverschämtheit. Das ständige Diskutieren und Gezeter, rauben mir Kraft. Ich weiß nicht mehr ob ich damals genauso war wie sie, aber ich denke nicht. Sie bringt Dinger, die ich mir in ihrem Alter nicht getraut hätte. Sie hat Züge angenommen, die mich sehr an das Verhalten und das Wesen meines ExMannes erinnern.
Auch der freche ähnelt immer mehr seinem Vater. Das Aussehen und sein Verhalten in bestimmten Situationen, erinnern mich oft an ihn. Ich kann dann eine Überreaktion nur schwer vermeiden und hatte gehofft, daß meine Gene stärker sind als seine.
Die Besuche mit der wilden bei der KJP habe ich abgebrochen. Das Problem Einnässen, wurde nicht besser sondern schlimmer. Meiner Ansicht nach, hat die Therapeutin ihren Beruf verfehlt. Wenn man einem Kind Probleme einredet, anstelle etwas gegen die Probleme zu tun, ist man dort am falschen Platz. Ich brauche niemanden der meinem Kind erzählt das es eine arme gequälte Seele ist die schon zuviel mit gemacht hat. Ich brauche jemanden der meinem Kind erzählt was es doch für eine starke Persönlichkeit ist, die Power im Hintern hat. Dann klappt es auch mit dem beseitigen der Probleme. Also versuchen wir es jetzt wieder alleine. Versuchen ihr Selbstbewußtsein einzuflößen und schicken sie nachts drei mal auf die Toilette.
Die süße bekommt immer mehr ihren eigenen Kopf. Mehr als einmal denke ich: wo ist meine kleine, süße, schüchterne G. hin? Sie jammert, kreischt in den höchsten Tönen und ist sturr, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht. Oder sie zieht sich in ihre eigene kleine Welt zurück und schaltet die Ohren auf durchzug.
Die kleine Maus versucht ihre Grenzen auszutesten. Mal ist sie ein Engel mit Heiligenschein, mal ein kleines Biest was mir auf den Tisch kotzt, wenn es seinen Willen nicht bekommt.
Ja… und dann ist da noch der kurze. Was soll ich zu ihm schreiben? Er ist eine Marke für sich, der mir im Moment neben der großen am meisten Kraft raubt. Er will einfach nicht trocken werden und macht sich lieber in die Hose, als aufs Klo zu gehen. Rekord war bis zu 10 mal am Tag, wobei ich da aufgegeben habe und ihm wieder Pampers anzog. Er kann auf die Toilette gehen – wenn er will – das kommt aber nicht so oft vor. Im Kiga sind der Liebste und ich schon darauf angesprochen worden, und die Leiterin erzählte was von “arme gequälte Seele ist die schon zuviel mit gemacht hat” Empfehlung vom Kiga war wieder zur Therapeutin. Gnahhhhh das hatten wir schon; das brauchen wir nicht nochmal. Nein Danke!!!
Und wenn sie sich dann auch noch Verhalten wie eine Horde wild gewordener Affen die sich wie die Kettenkrieger bekriegen, möchte ich am liebsten den Tag vorspulen.
Das sind nur einige Dinge die mir im Kopf rumspucken. Da wäre dann noch:
Der Feldwebel der wieder öfters vorbei kommt und dann meckert wenn der Haushalt mal wieder nicht so perfekt ist wie bei ihr. (Ich bin das ja schon gewöhnt, aber es nervt trotzdem)… der Palmbesen der großen den wir dringend wegbringen müßten. (Ich hatte schon versucht Kontakt zur Patin aufzunehmen, aber leider ohne Erfolg.)… ein Besuch bei einer Freundin der schon lange überfällig ist… und das Verhalten eines Familienmitgliedes, daß mehr als dringend ein klärendes Gespräch braucht.
Neben her versuche ich noch auf das Herzenskind aufzupassen. Zwischen der 18. und 19. SSW bin ich nun und dem Herzenzkind geht es soweit gut. Herztöne sind da und Bewegungen spüre ich auch schon. Das einzige was nicht gut ist ist, daß die Ärztin Bluthochdruck bei mir festgestellt hat. Nun versuche ich mich nicht zu sehr aufzuregen, was wohl eher schwierig werden wird.